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Stasiakten-Beauftragter für neue Außenstelle in Bautzen

06.01.2017 von

Der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, will seine Behörde nicht verkleinern. Es sei ganz wichtig, dass die Akteneinsicht ortsnah erfolgen könne, sagte er MDR Aktuell. Die derzeit drei Außenstellen in Dresden, Leipzig und Chemnitz seien «im Grunde eher nicht ausreichend». Menschen in Ostsachsen hätten derzeit keine Möglichkeit, dicht am Wohnort Akteneinsicht zu nehmen. Rathenow schlug deshalb vor, eine weitere Außenstelle in Bautzen einzurichten. Dort sollte man auch in der Lage sein, auf sorbisch Beratungen anzubieten.

Rathenow zufolge sind die Beratungen in Sachsen derzeit wieder stärker gefragt, «weil Kinder und Enkel plötzlich Stasi-Akten-Kopien im Nachlass der Eltern entdecken. Sie haben Fragen, was das bedeutet.»

Eine Expertenkommission hatte jüngst vorgeschlagen, die Stasi-Akten ins Bundesarchiv zu überführen und eine Stiftung zu gründen. Eine Reform der Behörde wird es voraussichtlich in dieser Legislatur aber nicht mehr geben.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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