Der erste funktionsfähige Computer der Welt war so groß wie drei geräumige Kühlschränke. Er hieß Z3 und wurde 1941 von Konrad Zuse (1910-1995) konstruiert. Dem Computerpionier und der Geschichte der IT-Technik widmet sich in Hoyerswerda nun ein ganzes Museum. «Nach drei Jahren Bauzeit eröffnen wir am Sonnabend das Haus mit einem großen Museumsfest», sagte Museumsleiterin Andrea Prittmann. Zuse, gebürtiger Berliner, hatte in Hoyerswerda das Abitur abgelegt. Betrieben wird das Museum von einer Stiftung.
Das Zuse-Computer-Museum (ZCOM) befindet sich in einem elfgeschossigen Plattenbau. Auf über 1000 Quadratmetern informiert es über die Entwicklung des Computers in den vergangenen acht Jahrzehnten und Risiken der Technik. «Das größte Exponat ist die Zuse-Rechenmaschine Z22R, das kleinste moderne Mikrochips», sagte Prittmann. Zurückgreifen konnten die Ausstellungsmacher auf eine vorhandene IT-Sammlung aus Hoyerswerda. Die ersten Exponate wurden anlässlich des ersten Besuchs von Zuse in der Stadt nach der Wende 1991 zusammengetragen. Später wurde der Wissenschaftler Ehrenbürger von Hoyerswerda.