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Linkes Bündnis will Neonazi-Aufmärsche blockieren

09.02.2017 von

Das Bündnis Dresden Nazifrei rechnet am Jahrestag der Zerstörung Dresdens am kommenden Montag nicht mit größeren Aktionen der rechtsextremen Szene. Allerdings werde es am Samstag davor voraussichtlich zwei Neonazi-Aufmärsche in der Stadt geben, sagte Bündnissprecher Albrecht von der Lieth am Donnerstag. Das Bündnis kündigte Gegenprotest an und will einen Marsch der Rechten durch die Stadt verhindern. «Wir sind immer noch ein antifaschistisches Blockadebündnis», sagte von der Lieth.

Eine Demonstration in der Altstadt habe ein bekannter Rechtsextremist aus Bayern angemeldet. «Hier rechnen wir mit weit unter Hundert Teilnehmern, weil ihm die Gefolgschaft aus der lokalen Szene verweigert wird.» Es sei aber davon auszugehen, dass Dresdner Neonazis noch kurzfristig eine eigene Demonstration anmeldeten. «Die sind problemlos in der Lage, mehrere Hundert zu mobilisieren.»

Jahrelang hatten Neonazis das Gedenken in Dresden missbraucht; Aufmärsche direkt am 13. Februar hat es zuletzt aber nicht mehr gegeben. Im vergangenen Jahr waren rund 600 Rechtsradikale am Vorabend des Jahrestages durch einen Außenbezirk der Stadt gezogen.

Am kommenden Montag werde Nazifrei wieder einen «Mahngang Täterspuren» veranstalten, der in diesem Jahr in Kooperation mit Studenten der Evangelischen Hochschule Dresden organisiert worden sei, sagte von der Lieth. Dabei stehe die «Ungleichwertigkeit von Menschen» in der Nazi-Ideologie im Mittelpunkt. Außerdem solle deutlich gemacht werden, dass Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit in Dresden eine besonders gefährliche Entwicklung genommen hätten und die Stadtgesellschaft dem auch heute nicht entschlossen genug entgegentrete.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Zentralbild

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