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Landesweites Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht während einer Sitzung des Sächsischen Landtages im Plenarsaal. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht während einer Sitzung des Sächsischen Landtages im Plenarsaal. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Freitag in Sachsen an den Tag der Befreiung erinnert. «Vor 75 Jahren endete die nationalsozialistische Gewaltherrschaft, die unvorstellbares Leid und Vernichtung in die Welt brachte. Der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus mahnt uns, dass so etwas nie wieder geschehen darf», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Er wird in Dresden auf dem Sowjetischen Garnisonsfriedhof gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) einen Kranz niederlegen. Zudem wird es um 12.00 Uhr ein Friedensgebet in der Kreuzkirche geben. Anschließend gedenkt der Ministerpräsident in der Europastadt Görlitz des Endes des Zweiten Weltkrieges gemeinsam mit dem Marschall der Wojewodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie betonte Kretschmer: «Gerade die aktuellen Grenzschließungen hier bei uns mitten in Europa zeigen, wie stark wir bereits zusammengewachsen und wie eng die Verflechtungen im Alltag der Menschen über Grenzen hinweg sind. Es ist gut, dass wir zusammenstehen und uns gegenseitig helfen – jetzt und in Zukunft.»

Am Dreiländerpunkt bei Zittau werden Vertreter aus Deutschland, Polen und Tschechien Tauben als Symbol des Friedens aufsteigen lassen. Zudem werden traditionell Kränze aus Flieder in die Neiße gelegt. In Chemnitz wird an der Kriegsgräberanlage auf dem Städtischen Friedhof am Mahnmal im Park der Opfer des Faschismus ein Kranz niedergelegt.

Am Fort Zinna in Torgau wird bei einer nichtöffentlichen Zeremonie an das Leid, das der Zweite Weltkrieg für Millionen Menschen mit sich brachte, erinnert und die Befreiung Deutschlands und Europas von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft gewürdigt.

Sachsen SPD-Chef Martin Dulig erläuterte, eine Ursache, die zum Holocaust führte, sei die Einteilung der Menschen in «lebenswert und nicht lebenswert» gewesen. «Diese Stimmen, werden zunehmend lauter – auch in unseren Parlamenten. Wir müssen laut widersprechen - immer und zu jeder Zeit! Denn aus solchen Worten dürfen niemals wieder Taten werden.»

In Sachsen ist der 8. Mai kein offizieller Feier- oder Gedenktag. Die Linken im sächsischen Landtag fordern dies zwar seit Jahren, die Landesregierung lehnt aber immer wieder ab. «Den 8. Mai zu einem regional begrenzten Gedenktag zu erklären, wird nicht seiner historischen Bedeutung gerecht, da die Befreiung vom nationalsozialistischen Unrechtsregime für Gesamtdeutschland erfolgte und somit auch ein entsprechender Gedenktag deutschlandweit Geltung haben muss. Für eine deutschlandweite Regelung ist jedoch der Deutsche Bundestag zuständig», heißt es in einer Stellungnahme des Kulturministeriums.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht während einer Sitzung des Sächsischen Landtages im Plenarsaal. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild