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Lambrecht: Menschen im Osten haben sich Freiheit erkämpft

17.06.2020 von

Foto: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD). Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Zum 67. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht den Freiheitswillen der Menschen in Ostdeutschland gewürdigt. «Diese Menschen hatten keinen Plan und keine Führung, doch sie entwickelten eine enorme Kraft», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Aufstands. Sie hätten «echte Freiheit» gewollt.

Am 17. Juni 1953 Jahren waren in der DDR an rund 700 Orten etwa eine Million Menschen gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße gegangen. Aus spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. Panzer der Sowjetarmee schlugen den Protest blutig nieder. Mehr als 1500 Demonstranten wurden verurteilt und kamen ins Gefängnis.

«Es war nicht der Westen, der dem Osten die Freiheit geschenkt hat», sagte Lambrecht. «Die Menschen im Osten haben sie sich erkämpft. Die Menschen im Osten waren es, die die Mauer zu Fall gebracht haben.»

Gemeinsam hätten die Deutschen sich mit der Einheit das «größte Geschenk der Nachkriegsgeschichte» bereitet, sagte Lambrecht. «Wir müssen uns immer aufs Neue den direkten Angriffen auf unsere Freiheit entgegenstellen: dem tief in unsere Gesellschaft vorgedrungenen Rassismus, dem wieder erstarkenden Antisemitismus, all der abscheulichen Menschenfeindlichkeit der Rechtsextremisten, dem Hass und der Hetze gegen Andersdenkende.» Lambrecht nimmt an diesem Mittwoch an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Volksaufstandes in Berlin teil.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD). Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

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