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Forschungsprojekt: von Nazis geraubte Hertie-Bibliothek

26.01.2017 von

– Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) hat das Projekt zur Erforschung der wiederentdeckten Bibliothek der jüdischen Unternehmerfamilie Edith und Georg Tietz genehmigt. Wie Uwe Hartmann, Leiter der Provenienzforschung am DZK der Deutschen Presse-Agentur sagte, soll mehr über den Zufallsfund in der Stadtbibliothek Bautzen in Erfahrung gebracht werden. Im vergangenen Jahr war ein Wissenschaftler bei seinen Recherchen zu NS-Raubgut in Bautzen auf knapp 500 bisher verschollene Bücher der Eigentümerfamilie der einstigen Kaufhauskette Hertie gestoßen.

Ihren Anfang nahm die Geschichte des Unternehmens 1882 mit der Gründung eines kleines Warenhauses von Oscar Tietz in Gera. Unter der Leitung der Brüder Georg und Martin Tietz und deren Schwager Hugo Zwillenberg entstand bis Ende der 1920er Jahre einer der größten europäischen Warenhauskonzerne. Die Nationalsozialisten drängten die jüdische Familie 1934 aus dem Unternehmen. Nach der Emigration wurde der Besitz beschlagnahmt, versteigert und verkauft.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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