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Exzellente Möglichkeiten für Leipziger Forscher

15.03.2017 von

Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, und der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, weihen am 22. März die Laborräume in der Forschungsstelle Leipzig des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) ein.
Der Laborbereich der HZDR-Forschungsstelle Leipzig ist seit September 2014 für rund 10 Millionen Euro modernisiert worden. Die Mittel für die Sanierung wurden vom Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. Dass das Geld gut angelegt ist, davon ist der Vorstand des HZDR überzeugt: „Auf einer Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern haben unsere Experten in Leipzig exzellente Bedingungen, um ihre Forschungen weiter voranzutreiben. Sie verfügen nun über hochmoderne Labor-Arbeitsplätze für den Umgang mit radioaktiven Stoffen“, betont der Kaufmännische Direktor Prof. Peter Joehnk, der für die Sanierung zuständig war.

Die Wissenschaftler des HZDR arbeiten in Leipzig auf den Gebieten der Krebs- und Endlagerforschung. Sie entwickeln radioaktiv markierte Substanzen, sogenannte Radiotracer, die bei der Charakterisierung von Hirntumoren zur Anwendung kommen. In Kombination mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einem modernen Bildgebungs-Verfahren, lassen sich mit Hilfe der radioaktiven Sonden Vorgänge im Gehirn sehr genau studieren. Radiotracer werden aber auch für geowissenschaftliche Untersuchungen von Transportprozessen in Gesteinsformationen eingesetzt. Die so erhaltenen Erkenntnisse werden bei der Wahl eines geeigneten Endlagers für radioaktiven Abfall berücksichtigt.

Foto: HZDR/ A. Künzelmann
An der HZDR-Forschungsstelle Leipzig können Wissenschaftler die Strahlenbelastung von radioaktiv markierten Sonden auf einzelne Organe untersuchen. 

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