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Dresden-Gedenken im Zeichen aktueller Konflikte

13.02.2017 von

Mit zahlreichen Veranstaltungen erinnert die Stadt Dresden heute an ihre Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Am 13. Februar und an den beiden Tagen danach hatten britische und amerikanische Bomber die barocke Innenstadt in Schutt und Asche gelegt. Bis zu 25 000 Menschen kamen in dem Flammeninferno ums Leben. Die Stadt möchte das Gedenken an die Tragödie in diesem Jahr mit einem Erinnern an aktuelle Konfliktherde auf der Welt verknüpfen und ein Zeichen der Humanität setzen.

«Während in Dresden viele Wunden mittlerweile geschlossen und vernarbt sind, sehen wir ausgebombte Geisterstädte direkt vor den Toren Europas», hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bei der Vorstellung des Programms gesagt. Es gehe nicht darum, sich in der Erinnerung an eigenes Leid abzukapseln, sondern denen die Hand zu reichen, denen die Bomben alles genommen haben. Hilbert war für Äußerungen im Zusammenhang mit dem 13. Februar von Rechten massiv angefeindet worden und musste sogar Polizeischutz bekommen.

Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen ist eine Menschenkette, zu der sich am Abend Tausende Bürger in der Innenstadt zusammenfinden wollen. Die Dresdner Orchester spielen traditionell Gedenkkonzerte. Auf vielen Friedhöfen der Stadt werden Blumen und Kränze niedergelegt. Auch Gottesdienste, stille Andachten und andere Begegnungen sind geplant. Linke Demonstranten haben wie in den Vorjahren zu einem «Mahngang Täterspuren» eingeladen, der zu Schauplätzen der NS-Herrschaft in Dresden führt.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Sebastian Kahnert

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