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Chemnitz, Leipzig und Plauen wollen zusammenarbeiten

Bei der Bewerbung für das «Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit» wollen die Städte Leipzig, Plauen und Chemnitz eng zusammenarbeiten. Die drei Oberbürgermeister unterzeichneten am Donnerstag eine entsprechende Vereinbarung, wie die Städte gemeinsam mitteilten. Leipzig und Plauen hatten erst im Juni vereinbart, sich als Doppelstandort für das geplante Zukunftszentrum zu bewerben.

Chemnitz wolle als Kulturhauptstadt 2025 das Konzept der beiden Städte nun unterstützen, hieß es in der Mitteilung. Unter anderem soll dabei der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis - ein früheres Stasi-Untersuchungsgefängnis - berücksichtigt werden.

Sven Schulze (SPD), Bürgermeister der Stadt Chemnitz, sagte zur Begründung: ««C the Unseen» war das zentrale Thema unserer Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025. Das Ungesehene zu sehen hat für mich eine besondere Bedeutung. Nicht nur in Chemnitz steckt dieses Potential, sondern eben auch in Leipzig und Plauen.» Das Kaßberg-Gefängnis sei dabei «ein unverzichtbarer Bestandteil der sächsischen Erinnerungskultur und trägt ebenfalls dazu bei, das Ungesehene sichtbar zu machen».

Der Bund hat den Wettbewerb um die neue wissenschaftliche Institution am 1. Juli gestartet. Mit ihr will die Bundesregierung die Erfahrung der Ostdeutschen mit Wandel und Umbrüchen würdigen. Verbunden sind damit Investitionen von bis zu 200 Millionen Euro. Das Zukunftszentrum, das auch Begegnungs- und Veranstaltungsort sein soll, soll bis 2028 in einer ostdeutschen Stadt entstehen. Eine ganze Reihe von Kommunen haben Interesse bekundet, darunter Jena, Frankfurt (Oder), Halle oder Wittenberg.

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