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Beauftragter für die Stasi-Unterlagen zieht Bilanz

21.03.2017 von

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, stellt heute in Berlin die Bilanz seiner Behörde für 2016 vor. Der frühere DDR-Oppositionelle hatte der Deutschen Presse-Agentur bereits Ende des Vorjahres gesagt, dass die Zahl der Anträge auf persönliche Einsicht in Stasi-Akten zurückgeht.

Demnach hatten 46 120 Menschen bis Anfang Dezember 2016 Einsicht in Unterlagen beantragt, die die DDR-Staatssicherheit über sie angelegt hat. Das waren knapp 13 200 Anträge weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2015. Laut Jahn waren es aber immer noch mehr als 4000 Anträge pro Monat, die Interesse an der Vergangenheit zeigten. Zum Teil gebe es weiter monatelange Wartezeiten auf Auskünfte, was nicht zufriedenstellend sei.

Das Stasi-Unterlagen-Gesetz war am 29. Dezember 1991 in Kraft getreten. Derzeit sollen neue Vorschläge für die Zukunft der Behörde erarbeitet werden. Vor der Bundestagswahl im September werden aber keine Konzepte mehr erwartet.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Lukas Schulze

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