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Zahlreiche Angriffe gegen Zugpersonal 2021 in Sachsen

Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. / Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug. / Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Bahnbegleiter leben mitunter gefährlich. Immer wieder kommt es zu Angriffen gegen Zugpersonal. Laut Bahn zeigt sich hier eine zunehmende Verrohung.

Im vergangenen Jahr hat die Bundespolizei 31 Körperverletzungen gegen Bahnmitarbeiter in Sachsen registriert. Hinzu kamen rund 25 Straftaten gegen die persönliche Freiheit wie Bedrohung oder Nötigung, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna mitteilte. Die Bundespolizei übernimmt im Rahmen der polizeilichen Zuständigkeiten die bahnpolizeilichen Aufgaben.

Während Körperverletzungsdelikte gegen Bahnmitarbeiter im Jahr 2021 das Niveau von 2019 erreichten, sei bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit in den vergangenen Jahren ein Rückgang zu verzeichnen, erklärte der Sprecher. Allerdings umfassten die Zahlen nur von der Bundespolizei erfasste Vorgänge. Fälle, die bei der Polizei des Landes Sachsen landeten, fanden demnach keine Berücksichtigung.

Bundesweit berichtete die Deutsche Bahn 2021 von rund 2000 Angriffen gegen Bahnmitarbeiter im Dienst. Die Zahl der Fälle erreichte damit das Niveau von 2020. Etwa ein Zehntel der Fälle steht laut Bahn in Zusammenhang mit der Durchsetzung von Abstands- und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie. Der Umgangston sei rauer geworden, so die Bahn. Attacken kämen oft unvermittelt. Etwa die Hälfte der Angriffe treffe Sicherheitskräfte. Schwere Verletzungen seien mit einem Anteil von sieben Prozent allerdings die Ausnahme.

Um die Bahn-Mitarbeiter besser zu schützen, habe das Unternehmen ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, sagte ein Sprecher. Deeskalationstrainings gehören zur regelmäßigen Fortbildung von Bahnmitarbeitern mit direktem Kundenkontakt, für Sicherheitskräfte zusätzlich auch Trainings zur Abwehr von Angriffen. Dabei lernten sie, Situationen und Verhalten richtig einzuschätzen, selbstbewusst aufzutreten, Konflikte zu deeskalieren und sich selbst nicht in Gefahr zu bringen. Im Schnitt alle zwei Jahre durchlaufen laut Bahn Mitarbeiter mit Kundenkontakt diese Trainings verpflichtend, bei Bedarf öfter.

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