An langen Schnüren wird die ratternde Maschine mit Baumwolle gefüttert, wo zig kleine Stäbchen in einem Magazin liegen. Mini-Portionen der Wolle von weit weniger als einem Gramm werden dann in rascher Folge mit Kleber an den Enden befestigt - rund 3000 Stück pro Minute. Die Wattestäbchen aus Oederan (Landkreis Mittelsachsen) dürften sich in vielen Haushalten finden - ein Alltagsprodukt, dem meist wenig Beachtung geschenkt wird. Hersteller Lemoine will nun deren Umweltbilanz verbessern und setzt bei der Verpackung auf Beutel aus Altpapier statt Kunststoff.
Die Wattestäbchen aus Sachsen werden europaweit verkauft. Rund 100 Mitarbeiter hat das Unternehmen am Standort Oederan, die den Angaben nach im Monat etwa zwei Milliarden solcher Stäbchen herstellen. Ärzte warnen davor, sie zum Reinigen der Ohren einzusetzen, verwendet werden sie aber etwa beim Schminken oder für Reinigungszwecke im Haushalt. Vor einigen Jahren hat Lemoine schon von Kunststoff- auf Papierstäbchen umgestellt. Auf diese Weise würden jährlich 850 Tonnen Kunststoff eingespart, rechnet Geschäftsführer Sébastien Schaal vor.