Der zunehmende Wassermangel durch den Klimawandel setzt auch den Bergbausanierer LMBV unter Druck, nach schnelleren Lösungen bei der Wasserbewirtschaftung in der Lausitz und Mitteldeutschland zu suchen. Die Situation zeige deutlich, dass man sich damit intensiv beschäftigen und Lösungen entwickeln müsse, sagte der Geschäftsführer der bundeseigenen Verwaltungsgesellschaft des Bergbaus, Bernd Sablotny, am Dienstag. «Wir haben sie noch nicht, aber wir arbeiten intensiv daran.» Dazu gehöre die schnellere volle Funktionsfähigkeit des bergbaulichen Wasserspeichersystems Lohsa II, welches die Spree und damit das Biosphärenreservat Spreewald und Berlin mit Wasser versorgen kann.
Das Speicherbecken ist bereits seit 2016 eingeschränkt im Probestaubetrieb und stellt durchschnittlich 30 Millionen Kubikmeter im Jahr zur Verfügung. Bei voller Funktionsfähigkeit beträgt der Speicherraum 72 Millionen Kubikmeter. Ziel der LMBV ist Sablotny zufolge, die volle Inbetriebnahme des Speichersystems von 2050 auf das Jahr 2030 vorzuziehen. Dazu müssten auch DIN-Normen auf den Prüfstand, die sich bislang an der Hochwassersicherheit orientierten. Die Finanzierung der Sanierung des Speichersystems sei durch Bund und Länder gesichert.