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VW-Betriebsrat fordert Anerkennungsprämie für Mitarbeiter

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo will mit dem Vorstand nun doch über eine Prämie für die Mitarbeiter verhandeln. (Archivbild) / Foto: Moritz Frankenberg/dpa
VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo will mit dem Vorstand nun doch über eine Prämie für die Mitarbeiter verhandeln. (Archivbild) / Foto: Moritz Frankenberg/dpa

VW hat plötzlich sechs Milliarden Euro mehr in der Kasse – und der Betriebsrat fordert eine Prämie für alle Tarifbeschäftigten. Kommt das Geld noch im Mai?

Angesichts der überraschend guten Kassenlage bei VW fordert der Betriebsrat nun doch eine Prämie für die Tarifbeschäftigten. Betriebsratschefin Daniela Cavallo begründete den Vorstoß mit den sechs Milliarden Euro, um die Volkswagen zuletzt seinen Kapitalfluss nach oben korrigiert hatte. «Wenn jetzt alle gemeinsam in Sachen Kostendisziplin derart gut abgeliefert haben», so Cavallo in einer Extra-Ausgabe der Betriebsratszeitung «Mitbestimmen», die der dpa vorliegt, «ist eine Anerkennungsprämie nur fair. Die fordern wir für alle Haustarifbeschäftigten – Sachsen inklusive.»

Fließen könnte die Prämie nach Vorstellung des Gesamtbetriebsrates im Mai. In dem Monat wurde bei VW bisher traditionell der flexible Tarifbonus ausgezahlt, der in diesem Jahr entfällt. Die Kürzung war Teil des Sparpakets, auf das sich IG Metall und Konzern im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten nach zähen Tarifverhandlungen geeinigt hatten. Erst 2028 soll der flexible Bonus gestaffelt zurückkehren. Nicht angetastet wurde dagegen die knapp 1900 Euro hohen Vorauszahlung auf den Bonus im November.

Von null auf sechs Milliarden

Wie hoch die Prämie ausfallen könnte, ließ Cavallo zunächst offen. Ob der Vorstoß überhaupt gelinge und wenn ja in welcher Höhe, müsse nun mit dem Vorstand verhandelt werden. Einen Wasserstand könnte es den Angaben zufolge auf der nächsten Betriebsversammlung im Stammwerk am 4. März geben. VW hat in seinen Werken in Niedersachsen, Hessen und Sachsen mehr als 120.000 Mitarbeiter.

VW hatte am 21. Januar überraschend mitgeteilt, dass der Cashflow genannte Kapitalfluss 2025 deutlich besser ausgefallen war als bisher angenommen. Statt der zuvor angepeilten null Euro seien es nun sechs Milliarden Euro. Finanzvorstand Arno Antlitz sprach von einem «Resultat intensiver Kostenarbeit in den Bereichen der Vorleistungen – also bei Entwicklung und Investitionen – sowie bei dem Management unserer Lagerbestände».

Beim Cashflow geht es vereinfacht um «das Geld, was tatsächlich in der Kasse hängen bleibt», wie es Antlitz ausdrückte. Mit Umsatz oder gar Gewinn hat die Kennzahl erst einmal nichts zu tun. Beeinflussen lässt sich der Cashflow etwa durch das Verschieben von Zahlungen ins Folgejahr oder durch das Vorziehen von Einnahmen.

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