Die Agrarminister von Bund und Ländern sehen sich im Vorfeld ihrer Sonderkonferenz am Mittwoch unter sächsischem Vorsitz mit zahlreichen Erwartungen konfrontiert. Die Minister hatten sich bei ihrer letzten Online-Beratung über die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) Anfang Februar zerstritten präsentiert. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) forderte am Dienstag ihre Amtskollegen aus den Reihen der Grünen auf, die Umsetzung der GAP-Reform nicht zu blockieren.
«Die Kollegen sollten den weiteren Entscheidungsprozess nicht mit unrealistischen Forderungen weiter hinauszögern. Wir alle wollen, dass die Gemeinsame Agrarpolitik noch mehr als bisher zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt», betonte Kaniber und verlangte eine bessere Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft nach dem Modell Bayerns. Hier seien schon heute mehr als 50 Prozent europäischer Agrargelder in der 2. Säule der GAP - Gelder für die Entwicklung des ländlichen Raumes - an ökologische Zwecke gebunden.