Auf den sächsischen Aronia-Feldern hat die Ernte begonnen. Nach verlustreichen Jahren wird 2021 beim Dresdner Unternehmen Aronia Original dank idealer Bedingungen eine Rekordmenge erwartet. «Wir rechnen bei unseren Anbaupartnern in verschiedenen Bundesländern mit Hektar-Erträgen von bis zu 10 Tonnen», sagte Geschäftsführer Jörg Holzmüller am Donnerstag zum Auftakt. Normal sei etwa die Hälfte.
Im Unterschied zu den Trockenjahren waren die Voraussetzungen laut Holzmüller bestens. «Wir hatten einen normalen mitteleuropäischen Winter, lang und kalt, sowie Sommer, warm und feucht.» Auch dank zusätzlicher Maßnahmen zur natürlichen Unterstützung des Pflanzenwachstums seien «sehr vitale, kraftvolle, schmackhafte und gesunde» Früchte herangereift.
Aronia Original arbeitet auch mit Landwirten in Brandenburg, Nordhessen und Nordrhein-Westfalen zusammen, die Beeren zur Verarbeitung liefern. Holzmüller schätzt, dass die Beeren bundesweit auf rund 800 Hektar angebaut werden, «bio und konventionell».
2020 hatten Spätfröste im Mai den jungen Pflanzen zur Blütezeit so zugesetzt, dass kaum Beeren an den Sträuchern hingen. Die Ausbeute in Sachsen lag bei knapp 100 Kilogramm pro Hektar. Schon 2018 und 2019 hatte Trockenheit den Ertrag auf etwa 30 bis 40 Prozent der üblichen Menge geschrumpft.