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Spargelbauern zum Saisonende: 2022 «hatte es in sich»

Die Spargelsaison endet traditionell am Johannistag (24. Juni). / Foto: Martin Schutt/dpa
Die Spargelsaison endet traditionell am Johannistag (24. Juni). / Foto: Martin Schutt/dpa

Die Spargelbauern in Sachsen und Sachsen-Anhalt blicken auf eine durchwachsene Saison. «Die Spargelsaison 2022 hatte es in sich», sagte Frank Saalfeld, Geschäftsführer des Verbandes der Ostdeutschen Spargel- und Beerenobstanbauer (Vosba). Zwar sei der Durchschnittspreis im Vergleich zum Vorjahr gesunken, aber gestiegene Preise von anderen Produkten hätten den Verbraucher verunsichert. Somit dürfte die Verkaufsmenge gesunken sein, erklärte Saalfeld. Genaue Verkaufszahlen liegen noch nicht vor.

Hinzu kamen die niedrigen Preisvorgaben des Einzelhandels. Aufgrund dessen hätten sich viele Betriebe entschlossen, die Ernte vorzeitig zu beenden, so der Verbandschef. «In der Direktvermarktung im Hofladen und an den Verkaufsständen war der Umsatz letztlich doch noch ganz gut, bewegte sich aber bei weitem nicht auf dem Niveau des Vorjahres», fügte Saalfeld an. Auch die Gastronomie habe einen starken Andrang nach zwei Jahren Corona-Pause erfahren.

Die Spargelernte beginnt in Deutschland normalerweise in der zweiten Aprilhälfte und dauert traditionell bis zum «Johannistag» am 24. Juni.

Brandenburg ist Ostdeutschlands größtes Spargelanbaugebiet. 21 100 Tonnen wurden dort im vergangenen Jahr geerntet. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es deutlich weniger Anbauflächen. Zum Vergleich: 2021 wurden in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr insgesamt 1845 Tonnen Spargel geerntet. In Thüringen waren 2021 laut Landesamt für Statistik auf rund 267 Hektar 1781 Tonnen Spargel geerntet worden. In Sachsen bauten rund 20 Betriebe auf einer Fläche von rund 260 Hektar Spargel an.

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