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Salbeiblätter-Ernte beginnt: Trockenheit beeinflusst Menge

Erntehelfer stehen auf einem Salbeifeld und befreien die Pflanzen von Unkraut. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Erntehelfer stehen auf einem Salbeifeld und befreien die Pflanzen von Unkraut. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Der Naturheilmittel-Produzent Bombastus hat auf seinen Salbeifeldern in Freital zwei Wochen früher als üblich mit der Ernte begonnen. Wie viele Tonnen am Ende für die Teeproduktion zur Verfügung stehen, ist schwer abzuschätzen, denn die Trockenheit hat Folgen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. «Wir haben pro Zeile etwa ein Viertel weniger Aufwuchs», erklärte Daniel Lehmann für die Abteilung Feldbau.

In der wichtigen Vegetationsperiode im April und Mai fehlte demnach der Niederschlag, was den vergleichsweise schwächeren Wuchs der Blätter zur Folge hatte. Die Trockenheit ist gleichzeitig der Grund für den früheren Erntebeginn. Sollte im Juli und August doch mehr Niederschlag fallen, könnte das einen neuen Wachstumsschub für die Pflanzen bringen. Dann wäre ein zweiter Schnitt der Salbeiblätter denkbar.

Die Nachfrage nach Salbeitee ist spürbar gesunken. Wurden 2019 rund 13 Tonnen verkauft, waren es 2020 nur 10 Tonnen. 2021 betrug die verkaufte Menge 9,2 Tonnen. Ursachen sind demnach die Hygiene- und Abstandsregeln in der Corona-Zeit. «Die üblichen Erkältungszeiten im Frühjahr und Herbst blieben aus», sagte Vorstand Joachim Günther.

Die Bombastus-Werke wurden 1904 gegründet und produzieren neben Tee auch Kosmetika, Arzneimittel und ätherische Öle. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit einer Fläche von rund 40 Hektar einer der größter Anbauer von mehrjährigem Salbei in Europa.

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