Sachsens Binnenfischer fordern mehr Beistand von der Politik. Sie müsse öffentlich klarstellen, dass sie die Branche als Nahrungsmittelproduzenten auch wirklich wolle, sagte Bernd Lange, Präsident des Landesfischereiverbandes, am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz. Es gehe darum, etwa die Versorgung mit ausreichend Wasser aus Rückhaltebecken sicherzustellen. Der Wassermangel werde sich durch den Strukturwandel in der Lausitz und den Klimawandel noch verstärken: «Wir müssen uns jetzt nachhaltig vorbereiten auf eine stabile Wasserversorgung unserer Binnenfischerei in ganz Sachsen.» Das sei eine Lehre aus dem Jahr 2020. Die Wasserversorgung sei der Dreh- und Angelpunkt.
Zudem verlangte Lange klare Regelungen zu Fressfeinden der Fische wie Kormoran, Reiher oder Biber. Nötig seien etwa klare und akzeptable Abschussquoten. Man müsse «mit Maß reduzieren». Die Teichwirte fühlten sich von den Fischräubern «umzingelt». Nach den Worten von Andreas Stummer, Geschäftsführer des sächsischen Landesfischereiverbandes, haben die Räuber vor allem bei niedrigen Wasserständen ein leichtes Spiel.