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Sachsen will Planung für Windkraftanlagen forcieren

Windenergieanlagen stehen auf einem Feld. / Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild
Windenergieanlagen stehen auf einem Feld. / Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Sachsen will die Planung von Windkraftanlagen forcieren. Dabei sollen schon 2027 alle Flächen definiert sein, die für die Erreichung der Zielvorgabe von zwei Prozent der Landesfläche gebraucht werden, erklärte Energieminister Wolfram Günther (Grüne) am Freitag in Dresden. Der Bund hatte Sachsen wie auch anderen Ländern die Vorgabe gemacht, das Zwei-Prozent-Ziel bis 2032 umzusetzen. Bis 2027 müssen als Zwischenschritt 1,3 Prozent ausgewiesen sein. Derzeit sind es im Freistaat nur 0,2 Prozent.

Günther hält das Ziel für erreichbar. «Wenn Sachsen das nicht macht, kommen wir in ein Verfahren, das wir nicht mehr in der Hand haben. Entweder wir gestalten selbst oder wir werden gestaltet», hatte er wiederholt argumentiert. Neben früheren Bergbauflächen soll dafür auch Wald genutzt werden - allerdings nur unter strengen Auflagen. Man müsse an die verschiedenen Funktionen des Waldes denken, in Naturschutzgebieten sei das ohnehin ausgeschlossen, sagte Günther. Es gebe klare Tabu-Kriterien.

Um die Planung zu erleichtern, will Sachsen auf einen Schlag alle benötigten Flächen definieren und nicht erst den Zwischenschritt von 1,3 Prozent in den Blick nehmen. Bei Flächen im Wald denke man an alle Eigentumsformen, sagte Günther. Private Waldbesitzer hätten bereits angefragt, weil sie ihre Flächen dazu zur Verfügung stellen wollen.

Auch nach Ansicht von Energie-Staatssekretär Gerd Lippold braucht Sachsen mehr Tempo bei der Ausweisung der Flächen. Die eigentlichen Genehmigungsverfahren zur Errichtung der Anlagen würden im Freistaat vergleichsweise schnell gehen. Aber der Weg bis dahin dauere bisher viel zu lange.

«Wir wollen bis Jahresende eine Paketlösung für den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien vorlegen. Wir sind dazu in enger Abstimmung in der Staatsregierung. Fokus ist die Verfügbarkeit von Flächen», erklärte Günther. Auf kommunaler Ebene drehe sich etwas, viele Kommunen würden umdenken, weil der Druck wachse. «Die Industrie vor Ort verlangt Grünstrom, die Preise für fossile Energien sind enorm gestiegen, die Kommunen haben hochlukrative Möglichkeiten, an den Erlösen von Erneuerbare-Energien-Anlagen beteiligt zu werden.»

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