Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Ostdeutschland geht ohne Euphorie in das neue Jahr. «Die Stimmung bei unseren Unternehmen ist eingetrübt. Das zieht sich querbeet durch alle Bereiche», sagte Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände, der dpa in Halle. «Wir denken, 2020 ist angesichts globaler Handelskonflikte nicht wirklich eine Besserung in Sicht», sagte sie. Die Chemie sei ein Frühindikator, ein Vorbote für die konjunkturelle Entwicklung. Und wenn man die Automobilindustrie betrachte, dann sei der Ausblick «nicht besonders gut».
Es herrsche eine große Unsicherheit, auch was den Brexit und den Handelskonflikt mit den USA betreffe. «Es sind nicht nur ein, zwei Probleme, mit denen sich die Unternehmen auseinandersetzen müssen, das ist ein ganzer Komplex, ein ganzer «Blumenstrauß» an Herausforderungen», sagte Schmidt-Kesseler als Chefin des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie (Berlin) und des Landesverbandes Nordost im Verband der Chemischen Industrie (VCI).