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Öffentliche Schulden in Sachsen um ein Vielfaches gestiegen

Symbolbild Finanzen / pixabay erik_stein
Symbolbild Finanzen / pixabay erik_stein

Die öffentlichen Schulden des Landes Sachsen sind um ein Vielfaches gestiegen. Insgesamt lagen die Landesschulden Ende 2020 bei rund fünf Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag bekanntgab. Damit war die Schuldenlast des Landes fast viereinhalb mal so hoch wie zum Vorjahresende (+344 Prozent).

Grund für den rasanten Anstieg ist das besonders niedrige Schuldenniveau der vergangenen Jahre: Sachsen hat die «Schwarze Null» seit 2013 in der Landesverfassung verankert und darüber hinaus seit 2006 keinen Kredit aufgenommen. Als der Landtag im April vergangenen Jahres als Antwort auf die Corona-Pandemie die Schuldenbremse lockerte und Hilfsmaßnahmen von bis zu sechs Milliarden Euro beschloss, stieg die Gesamtlast darum rasant an. Insgesamt wuchsen die öffentlichen Schulden in Deutschland im Jahr 2020 um 14,4 Prozent auf rund 2172 Milliarden Euro an, die Last der Bundesländer wuchs um 9,9 Prozent.

Anders als dem Land erging es den Kommunen in Sachsen: Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Schuldenlast um 11,3 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Bundesweit wurden die Kommunen finanziell weniger stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen. Ihre Schuldenlast entwickelte sich regional unterschiedlich, wuchs im Schnitt aber nur um 0,9 Prozent auf insgesamt 132,5 Milliarden Euro an.

Pressemitteilung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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