Der Telekommunikationskonzern Vodafone will ein Mobilfunk-Entwicklungszentrum in Dresden bauen. Nachdem Gespräche mit acht Städten in Europa geführt worden seien, habe man sich für die sächsische Landeshauptstadt als Standort entschieden, teilte Vodafone am Sonntag in Düsseldorf mit. An dem neuen Zentrum sollen in den kommenden Jahren mehr als 200 Arbeitsplätze entstehen. Über den Zeitpunkt des Baustarts wurden ebenso wenig Angaben gemacht wie über das Investitionsvolumen. «Die Entscheidung ist ein weiteres starkes Bekenntnis zum Industriestandort im Herzen Europas», sagte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter.
Es geht unter anderem um Digitalanwendungen für den Verkehr, die Landwirtschaft, das Gesundheitswesen und für Gebäude. Die Technik wird zunächst für den Mobilfunkstandard 5G entwickelt, dessen Netz Vodafone seit dem vergangenen Jahr in Deutschland ausbaut und hierbei mit der Deutschen Telekom und Telefónica (o2) konkurriert. Außerdem wird sich das Kompetenzzentrum mit der 6. Mobilfunkgeneration (6G) befassen. Die Entwicklung dieses Funkstandards steckt noch in den Kinderschuhen. Im Mobilfunk wird grob gesagt alle zehn Jahre ein neuer Standard marktreif - etwa 2030 könnte es so weit sein bei dem designierten 5G-Nachfolger.