Sachsens Landesbauernverband hat die Entscheidung kritisiert, ehemals volkseigene Äcker und Wiesen vorrangig an nachhaltig produzierende Landwirte zu verpachten. «Das ist ein großer wirtschaftlicher Nachteil für viele Betriebe in der Region», sagte der Vizepräsident des Landesbauernverbandes in Sachsen, Tobias Pelz. Aus Sicht der Landwirte in Sachsen sollte lieber darauf geachtet werden, dass die Flächen an Betriebe aus der Region verpachtet werden - und nicht an Investoren von außerhalb. Viele konventionell arbeitende Betriebe seien fest in der Gegend verwurzelt, leisteten einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und seien Arbeitgeber. «Die dürfen nicht außen vor gelassen werden», so Pelz.
Der Bund will den Verkauf seiner verbliebenen Ackerflächen in Ostdeutschland stoppen und nur noch Boden vorrangig an Ökolandwirte verpachten. Dabei geht es um Flächen der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH. Seit 1992 wurden nach BVVG-Angaben in den neuen Ländern 893 300 Hektar landwirtschaftliche Fläche sowie 598 000 Hektar Wald verkauft.