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Komsa-Gründer Gunnar Grosse ist tot

Der Gründer des sächsischen Technologie-Händlers Komsa, Gunnar Grosse, ist tot. Der Unternehmer starb am Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren, wie Komsa am Freitag in Hartmannsdorf mitteilte. «Wir sind unendlich traurig, dass Gunnar Grosse nicht mehr bei uns ist», sagte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon. Grosse sei ein Mensch voller Weitsicht, Mut, Energie und Entschlossenheit gewesen, Dinge anzupacken.

Auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) würdigte Grosse. Mit ihm verliere die sächsische Wirtschaft «eine hochgeschätzte Unternehmerpersönlichkeit und einen wunderbaren Menschen». Grosse habe Komsa mit Kreativität, Beharrlichkeit und strategischem Geschick zu einem der größten Familienunternehmen Ostdeutschlands und einem der führenden europäischen Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnologien geformt. «Dabei war er sich seiner sozialen Verantwortung stets bewusst. Seine beeindruckende Lebensleistung, für die er 2013 als Sachsens Unternehmer des Jahres ausgezeichnet worden ist, besitzt Vorbildfunktion für viele künftige Unternehmergenerationen.»

Grosse wurde in Schweden geboren, nach dem Mauerfall zog es ihn zu seinen familiären Wurzeln nach Sachsen zurück. Dort übernahm er in Hartmannsdorf einen Bauernhof, den seine Familie seit Generationen bewirtschaftet hatte, und gründete 1992 gemeinsam mit Jürgen Unger und zwei weiteren Mitstreitern die heutige Komsa-Gruppe.

Inzwischen ist Komsa nach eigenen Angaben der größte Vertriebs-, Marketing- und Dienstleistungspartner für Telekommunikationsmarken in Deutschland. Das Unternehmen hat rund 1200 Beschäftigte. Im Geschäftsjahr 2021/22 lag der Umsatz bei 1,4 Milliarden Euro. In diesem Jahr will Komsa mit dem britischen IT-Dienstleister Westcoast-Gruppe fusionieren.

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