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Insolvenzverfahren bei Mifa eröffnet

01.03.2017 von

Für den angeschlagenen Fahrradbauer Mifa im Süden Sachsen-Anhalts ist das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das teilte die Geschäftsführung am Mittwochabend mit. Zuvor war das dreimonatige Insolvenzgeld für die mehr als 500 Beschäftigten ausgelaufen. Seit Mittwoch muss Mifa wieder selbst für die Löhne aufkommen. Das Amtsgericht Halle bestellte den Sanierungsexperten Lucas Flöther zum Insolvenzverwalter. Er hatte bereits im vorläufigen Verfahren die Geschäfte koordiniert. Flöther hatte Mifa bereits vor knapp eineinhalb Jahren vor der Pleite gerettet. Damals übernahm der Unternehmer Heinrich von Nathusius den Betrieb. Derzeit läuft weiterhin die Suche nach einem Investor für das Unternehmen.

Die Produktion im Werk in Sangerhausen läuft weiter. Sie war vor zwei Wochen wieder aufgenommen worden. Derzeit werden nach Angaben der Insolvenzverwaltung rund 4000 Räder pro Woche montiert. Parallel verhandeln Vertreter von Arbeitgeber und Arbeitnehmern die Zukunft der mehr als 200 Mitarbeiter, die nicht bei Mifa bleiben können. Nur etwa 250 Jobs sollen erhalten bleiben. Am Donnerstag soll ein Schlichterspruch nach Gewerkschaftsangaben die Entscheidung über einen Sozialplan bringen. Auch eine Transfergesellschaft soll eingerichtet werden.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Jan Woitas

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