loading

Nachrichten werden geladen...

Häfen trotz Rückgang im Güterumschlag auf Erfolgskurs

Ein LKW steht zur Be- und Entladung im Alberthafen. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Ein LKW steht zur Be- und Entladung im Alberthafen. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Die Oberelbe war 2022 fast komplett schiffbar. Allerdings wurden viele Massenguttransporte wegen fehlender Schiffen verhindert. Der dort ansässige Hafenverbund zeigt sich dennoch zuversichtlich.

Trotz eines leichten Rückgangs im Güterumschlag hat der Hafenverbund der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) sein drittbestes Ergebnis seit 1990 erreicht. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 2,96 Millionen Tonnen Güter in den Häfen der SBO umgeschlagen worden, teilte der Geschäftsführer Heiko Loroff am Mittwoch in Dresden mit. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Der Hafenverbund bleibe dennoch «weiter auf Erfolgskurs».

Hauptgrund für den Rückgang sei, dass für Gütertransporten derzeit nicht genug Schiffe zur Verfügung stehen. Dies würde eine Vielzahl von Massenguttransporten - vorrangig in die Tschechische Republik - verhindern, hieß es. Ebenso war es transportbedingt und auf Grund der Überlastung der Seehäfen nicht möglich gewesen, Container in einer höheren Anzahl per Binnenschiff in die Seehäfen zu bringen.

Dank trimodaler Logistikangebote - also der Möglichkeit, Waren nicht nur über den Wasserweg, sondern auch über Straßen und Schienen zu transportieren - sei es gelungen, die Auswirkungen des schwierigen Jahres zu begrenzen. Man habe einen Jahresüberschuss von mehr als einer halben Millionen Euro erwirtschaften können, so Loroff. Zudem seien neue Arbeitsplätze geschafft worden - unter anderem im Umschlag, Vertrieb und der Spedition.

Beim Güterverkehr per Eisenbahn erzielte der Hafenverbund mit 1,35 Millionen Tonnen den höchsten Eisenbahngüterumschlag seiner Geschichte. Dies entspreche einer Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu dem Ergebnis trugen nach SBO-Angaben vor allem die Häfen Dresden und Torgau bei. Um die steigenden Nachfragen nach Bahntransporten bewältigen zu können, plane die SBO ihren TrailerPort im Dresdner Hafen bis Frühjahr nächsten Jahres auszubauen. Mit dem neuen TrailerPort wolle der Hafenverbund die Güterumschläge verdoppeln. Hierfür sollen rund fünf Millionen Euro aus Eigenmitteln sowie einer Bundesförderung zur Verfügung stehen.

Auch in den drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau konnte der Waggonumschlag mit einer Steigerung von rund 14 Prozent stark zulegen. Zu den transportierten Gütern gehörten Trailer, Stammholz, Stahlprodukte sowie Getreide. Die Elbe sei im vergangenen Jahr dank ausreichender Wasserstände fast durchgängig schiffbar gewesen, so Loroff. Somit konnten in den Häfen Dresden und im tschechischen Lovosice zahlreiche Schwergut- und Projektladungen - wie Turbinen, Transformatoren, Motoren und Generatoren - verladen werden.

Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Unterstützt von:

publizer