Gedämpfte Freude in Freiberg, Aufatmen in Dresden: Das Grüne Licht durch die Gläubiger für den Verkauf des insolventen Photovoltaik-Unternehmens Solarworld ist am Freitag im Freistaat mit Erleichterung aufgenommen worden. Während Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger angesichts harter Personaleinschnitte von einem sehr hohen Preis für die Mitarbeiter sprach, kündigte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) schnelle Gespräche mit dem Investor Frank Asbeck an. Es gehe jetzt darum, diese Chance zu nutzen, damit Solarworld eine langfristige Perspektive habe, sagte Dulig.
Der Staatsregierung sei es wichtig gewesen, dass die zukunftsweisende Branche der Solarindustrie in seiner gesamten Wertschöpfungskette in Europa erhalten bleibe. «Ob das neue Konzept, welches den Gläubigern präsentiert wurde, trägt, wird sich erst in der Zukunft zeigen», sagte der Wirtschaftsminister.
Die Gläubiger des insolventen Photovoltaik-Unternehmens hatten zuvor auf einer Versammlung in Bonn dem Verkauf der Firma an eine Investorengruppe unter Führung des alten Besitzers Asbeck zugestimmt. Im mittelsächsischen Freiberg bleiben dadurch 285 Arbeitsplätze erhalten, im thüringischen Arnstadt weitere 190.