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Gänsefarm-Betreiber: Braten wird in diesem Jahr teurer

ILLUSTRATION - Wildgänse fliegen am trüben Himmel über der Lausitz. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
ILLUSTRATION - Wildgänse fliegen am trüben Himmel über der Lausitz. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der traditionelle Gänsebraten zum Fest wird in diesem Jahr nach Angaben eines Unternehmens aus der Branche teurer als in den Vorjahren. Große Schäden durch die Vogelgrippe im vorigen Jahr und gestiegene Preise für das Futter trieben überall in Europa die Preise in die Höhe, berichtete Lorenz Eskildsen, Chef der gleichnamigen Gänsefarm am Montag in Wermsdorf (Kreis Nordsachsen). Dazu kämen Probleme durch Corona.

Für eine deutsche Gans vom Bauern müsse man 14 bis 16 Euro pro Kilo zahlen, das seien zwei Euro mehr als im Vorjahr. Bei Importgänsen aus Polen oder Ungarn lägen die Preissteigerungen sogar um die 50 Prozent. Pro Kilo würden 6 bis 9 Euro fällig. Der Anteil heimischer Gänse am Verzehr mache 15 Prozent aus, 85 Prozent seien Importware.

Voriges Jahr seien in Deutschland 60 Prozent aller Zuchtgänse durch die Vogelgrippe verloren gegangen, sagte Eskildsen. Er selbst habe nach einem Ausbruch am 22. Dezember alle Zuchtgänse töten müssen - 10.000 Tiere. Dazu bereiteten den Gänsezüchtern die Rohstoffpreise Probleme, die sich auf einem 30-Jahres-Hoch bewegten. Der Preis für einen Zentner Weizen habe sich verdoppelt. Und auch die Unsicherheit in der Gastrobranche wegen der Corona-Pandemie mache sich bemerkbar.

Sachsen ist bei der Gänsezucht nach Angaben des Statistischen Landesamtes alles andere als ein kleines Licht. Von den 1,13 Millionen Gänseküken, die 2020 in Deutschland geschlüpft sind, stammten 446.900 aus Sachsen. Im Freistaat gebe es vier Brütereien. Für 2021 lägen keine Zahlen über geschlüpfte Gänseküken vor.

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