Der sonnige und trockene Februar hat die Spargelernte in Sachsen rund zwei Wochen zeitiger als im Vorjahr beginnen lassen. Die ersten Stangen des Edelgemüses werden bereits gestochen. «Wir haben in der letzten Woche angefangen», sagte der Betriebsleiter der Gemüsebau Kyhna KG, Jürgen Kopf. Derzeit seien rund 30 Erntehelfer im Einsatz, um pro Tag etwa zwei Tonnen Spargel aus den Feldern zu holen. «Das wird von Tag zu Tag mehr, je wärmer es wird.» Erst ab zwölf Grad Bodentemperatur wächst der Spargel richtig.
Zur Hochsaison ab Ostern sind auf den Feldern des Betriebs dann rund 80 Erntehelfer im Einsatz. Das Unternehmen, das Gemüse nördlich von Leipzig ausschließlich im Freiland anbaut, setzt auf Folien für die Abdeckung der Dämme. So entstehe ein Gewächshauseffekt und der Boden erwärme sich schneller, erklärte Kopf. In diesem Jahr wachsen die hellen Stangen allerdings nur auf einer Fläche von 65 Hektar - und damit auf 35 Hektar weniger als im Vorjahr. Ein altes Feld habe stillgelegt werden müssen, sagte der Betriebsleiter. In der Regel könne man acht bis neun Jahr Spargel anbauen, dann sinke der Ertrag.