Rund sieben Wochen nach Beginn der Traubenlese ist die Ernte für den 2022er Wein zum größten Teil im Fass. «Riesling-Trauben hängen noch zum Teil an den Reben, auch Rotweinsorten wie Merlot und Cabernet - aber ansonsten ist alles durch», sagte der Präsident des Weinbauverbands im größten deutschen Anbaugebiet Rheinhessen, Ingo Steitz.
Weiter südlich ist die Ernte teilweise schon vollständig beendet. «Wir sind seit dem 29. September fertig», sagte der Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Weinbiet Manufaktur in Neustadt an der Weinstraße, Bastian Klohr. «Das ging ratzfatz. Wir haben früh angefangen und dann Gas gegeben.» Mit dem bisher absehbaren Ergebnis ist die Genossenschaft durchaus zufrieden: «Die Menge ist sicher unter den Erwartungen geblieben, aber die Qualität ist sehr gut.» Das sei deutlich zu erkennen bei Weinen, die schon fertig vergoren seien, sagte der Winzer.
Auch in anderen Regionen konzentriert sich die Lese nach Angaben des Deutschen Weininstituts inzwischen auf einen deutlich kürzeren Zeitraum als in vergangenen Jahrzehnten. Im Rheingau ist die Lese ebenfalls weitgehend abgeschlossen, früher als in den meisten vergangenen Jahren.