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Bündnis protestiert mit «Thesenanschlag» gegen Flughafen

Ein Umweltaktivist nagelt ein Plakat mit den Begriffen „Jobwunder“ und „Killerjob“ an eine symbolische Tür vor dem Neuen Rathaus. / Foto: Sebastian Willnow/dpa
Ein Umweltaktivist nagelt ein Plakat mit den Begriffen „Jobwunder“ und „Killerjob“ an eine symbolische Tür vor dem Neuen Rathaus. / Foto: Sebastian Willnow/dpa

Mit einem symbolischen Thesenanschlag hat das Aktionsbündnis gegen den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle gegen die Erweiterungspläne protestiert. Das Bündnis stelle infrage, dass der Flughafen tatsächlich ein Jobmotor sei, sagte Bert Sander, flughafenpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion der Leipziger Grünen. Bei der Aktion am Mittwoch wurden Thesen zu den ökonomischen und arbeitsmarktpolitischen Effekten des Frachtflughafens an die Leipziger Stadtspitze übergeben.

«Alles, was wir auf den Tisch bringen, endet immer beim Arbeitsplatzargument», sagte Sander. Daher habe das Bündnis nun eine eigene Rechnung aufgemacht - unter anderem zur Verlagerung von Arbeitsplätzen oder zu gezahlten Fördergeldern für den Flughafen. Darin heißt es, der Flughafen sei «kein Jobwunder, sondern ein politisch gewolltes Leuchtturmprojekt».

Der Flughafen Leipzig/Halle soll ausgebaut werden, die Mitteldeutsche Flughafen AG will dazu 500 Millionen Euro investieren. Unter anderem soll die Zahl der Stellplätze für Frachtflugzeuge deutlich steigen. Leipzig/Halle ist der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland hinter Frankfurt und in Europa die Nummer vier. Über die Ausbaupläne muss die Landesdirektion Sachsen entscheiden, das Verfahren läuft.

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