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Braunkohlekraftwerk Deuben geht vom Netz

Das Braunkohlekraftwerk Deuben geht vom Netz. / Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Das Braunkohlekraftwerk Deuben geht vom Netz. / Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Für das Braunkohlekraftwerk Deuben sind die letzten Stunden gezählt. Die Anlage soll am Dienstag außer Betrieb genommen werden, wie eine Sprecherin der Mibrag (Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH/Zeitz) am Montag Angaben des Burgenlandkreises bestätigte. Nähere Angaben wurden vom Unternehmen vorerst nicht gemacht.

Das Kraftwerk Deuben gilt als eines der ältesten seiner Art in Deutschland. Der mit Hilfe der Braunkohle erzeugte Strom diente nach bisherigen Firmenangaben vor allem für den Tagebaubetrieb. Die Mibrag fördert Braunkohle am Firmensitz in Profen bei Zeitz (Burgenlandkreis) und im Tagebau Vereinigtes Schleenhain in Sachsen.

Das Unternehmen hatte die Abschaltung des Kohlekraftwerks Deuben zum Ende 2021 im April bekanntgegeben. Demnach hat die Firma an der zweiten Runde des Auktionsverfahrens für die vorzeitige Stilllegung von Kraftwerkskapazitäten teilgenommen und einen Zuschlag erhalten. Grundlage ist das 2020 durch die damalige Bundesregierung beschlossene Kohleverstromungsbeendigungsgesetz. Nach bisherigen Angaben des Unternehmens arbeiteten etwa 200 Menschen am Standort Deuben, wo seit rund 100 Jahren Strom erzeugt wird. Im nahen Wählitz betreibt die Mibrag ein weiteres Industriekraftwerk.

Der Braunkohleförderer ist einer der größten Arbeitgeber im Mitteldeutschen Revier. Mit der Stilllegung des Kraftwerks Deuben seien die ersten direkten Auswirkungen des Strukturwandels im Burgenlandkreis spürbar, sagte Landrat Götz Ulrich (CDU) mit Blick auf den Kohleausstieg in Deutschland. Nach einem Beschluss der vormaligen Bundesregierung sollten spätestens bis zum Jahr 2038 alle Braunkohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Die neue Ampel-Koalition avisiert einen früheren Kohleausstieg bis 2030.

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