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Autozulieferer Mahle verkauft Schmiedewerke in Roßwein

30.01.2017 von

Der Autozulieferer Mahle trennt sich von seinem Werk in Roßwein im Landkreis Mittelsachsen. Wie das Unternehmen am Montag in Stuttgart mitteilte, habe man die Fabrik ebenso wie das Werk im nordrhein-westfälischen Plettenberg an den österreichischen Mischkonzern Frauenthal verkauft. Damit der Kauf gültig wird, müssen die Behörden noch zustimmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Schmiedewerke, die Rohteile für bestimmte Stangen und Ausgleichswellen herstellen, kamen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auf einen Umsatz von 125 Millionen Euro. Die Werke haben zusammen 640 Mitarbeiter, die meisten davon in NRW (510). Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2019 ausgeschlossen.

Mahle hatte die Schmiedewerk Roßwein GmbH im Jahr 2004 übernommen und dort anderem Pleuelstangen für Automobilhersteller produziert. Der jetzt vollzogene Verkauf der Mahle Motorkomponenten GmbH war bereits Mitte 2016 beschlossen und dies mit einer veränderten strategischen Ausrüstung begründet worden. Am Standort in Roßwein sind nach Unternehmensangaben rund 130 Männer und Frauen beschäftigt.

Der Stuttgarter Konzern Mahle hat rund 76 000 Mitarbeiter. Frauenthal wiederum ist im Handel, aber auch im Automobilbereich aktiv, hier unter anderem mit Press- und Schweißkomponenten für Nutzfahrzeuge und Autos. Der Konzern hat bisher gut 3100 Mitarbeiter. Der Kauf sei «ein wesentlicher Schritt» zum Ausbau des Automobilbereichs, sagte Frauenthal-Vorstand Martin Sailer.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Lino Mirgeler

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