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Automobilbranche verlangt Einführung von Strompreisbremse

Ein Wechselstromzähler zeigt den aktuellen Zählerstand in einem Haushalt an. / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild
Ein Wechselstromzähler zeigt den aktuellen Zählerstand in einem Haushalt an. / Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Die ostdeutsche Automobilbranche warnt vor einem Betriebssterben im Winter. Wegen steigender Energiepreise sei deshalb ein rasches, staatliches Eingreifen in den Strommarkt notwendig, erklärten die Branchennetzwerke der ostdeutschen Automobilbranche am Mittwoch. Die Verbände warnten zudem vor einem zu langen Zögern bei der Einführung einer Strompreisbremse.

Der Vorsitzende von Automotive Thüringen, Mathias Hasecke, sagte, die wirtschaftlichen Folgen der enorm steigenden Strom- und Energiekosten würden die Unternehmen der Zulieferindustrie enorm verunsichern. Es sei keine belastbare Energiekostenkalkulation möglich. Die steigenden Energiekosten belasteten nicht nur private Haushalte, sondern gefährdeten die Unternehmen und mithin die Arbeitsplätze in der Wirtschaft. «In Zeiten wie diesen müssen alle industriepolitischen Optionen zur Neuausrichtung bestehender Rahmenbedingungen auf den Tisch», meinte Hasecke.

Rico Chmelik, Geschäftsführer von Automotive Thüringen, fügte hinzu, schon Mitte des Jahres hätten in einer Umfrage von 190 Thüringer Zulieferunternehmen 88 Prozent negative Auswirkungen wegen steigender Energie- und Rohstoffpreise erwartet. Der Kostendruck bei der Energie finde kein Ende und stelle erhebliche Existenzbedrohungen für die Unternehmen dar.

Laut dem Geschäftsführer des Automobilclusters Ostdeutschland (ACOD), Jens Katzek, hat sich Ostdeutschland nach Jahren des Umbruchs zu der Elektromobilitätsregion Deutschlands entwickelt. «Diese Erfolge dürfen wir nicht gefährden.» Deshalb sei die Botschaft ganz klar: «In einer Krisensituation, in der der Strommarkt verrückt spielt, darf das Angebot an Strom auf keinen Fall durch das Abschalten von Kraftwerken weiter verknappt werden.»

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