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Rückkehr der Party-Hotspots? Kommunen bereiten sich vor

Ein Fahrzeug der Polizei steht auf der Kreuzung Rothenburger Straße/Görlitzer Straße und Luisenstraße "Assi-Eck". (zu dpa «Rückkehr der Party-Hotspots? Kommunen bereiten sich auf Sommer vor») / Foto: Arvid Müller/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Fahrzeug der Polizei steht auf der Kreuzung Rothenburger Straße/Görlitzer Straße und Luisenstraße "Assi-Eck". (zu dpa «Rückkehr der Party-Hotspots? Kommunen bereiten sich auf Sommer vor») / Foto: Arvid Müller/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Im vergangenen Jahr blieben die Clubs coronabedingt monatelang geschlossen. Wohl auch deshalb entwickelten sich öffentliche Party-Hotspots. So bereiten sich die Städte in diesem Jahr vor.

Rechtzeitig zum Beginn der warmen Jahreszeit bereiten sich die beiden Großstädte Leipzig und Dresden auf vermehrte Probleme an ihren Party-Hotspots vor. Die Landeshauptstadt will ihr Team aus «Nachtschlichtern» deutlich aufstocken, um Lärmbelästigung und Beschädigungen einzudämmen. Künftig sollen insgesamt 20 Konfliktmanagerinnen und -manager im Einsatz sein und zwischen Partygästen und Anwohnern an der «Schiefen Ecke» vermitteln, wie Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel sagte.

An der bekannten Kreuzung in der Neustadt hatten in den Sommernächten im vergangenen Jahr bis zu 5000 gemeinsam gefeiert, Straßenbahnen blockiert, Müll und Scherben hinterlassen. Die Stadt wolle insbesondere die Lärmbelästigung für Anwohnerinnen und Anwohner in den Griff bekommen, sagte Sittel. «Wenn Kinder morgens nach einer schlaflosen Nacht in die Kita müssen, ist das nicht mehr hinnehmbar.»

Daher werde auch ein Alkoholverbot rund um die betroffene Ecke diskutiert, sagte Sittel. Zurzeit beschäftigten sich der Stadtbezirksbeirat Neustadt und der zuständige Ausschuss des Stadtrats damit. Endgültig entscheiden müsse der Stadtrat, der sich voraussichtlich am 12. Mai mit dem Thema befasse, sagte Sittel.

Noch sei die Situation sehr ruhig, heißt es von der Dresdner Polizeidirektion. «Mit Blick auf Frühling und Sommer bereitet sich die Polizei auf entsprechende Einsätze vor und wird wieder verstärkt Präsenz zeigen», teilte ein Sprecher mit.

Auch die Polizeidirektion Leipzig geht davon aus, dass es mit den steigenden Temperaturen wieder mehr Menschen in die Parks der Messestadt ziehen wird. Im vergangenen Jahr hatte sich rund um die Sachsenbrücke ein Party-Hotspot entwickelt. Wegen vermehrter Taschendiebstähle und Körperverletzungen waren dort Polizei und das Ordnungsamt verstärkt im Einsatz.

Solche Hotspots seien per se nicht negativ zu bewerten, teilte der Leiter des Ordnungsamts, Matthias Laube, mit. Es gehe vielmehr darum, sie so zu beeinflussen, dass ruhestörender Lärm oder Kriminalitätsschwerpunkte vermieden würden. Polizei und Stadt hätten daher gemeinsam Vorbereitungen getroffen beziehungsweise verabredet. Dazu gehörten zusätzlich aufgestellte Toiletten, Mülleimer sowie eine «zurückhaltende, aber spürbare Streifentätigkeit» von Polizei und Ordnungsamt.

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