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Mord an 19-Jährigem: Angeklagter will später aussagen

Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. / Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. / Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Knapp ein halbes Jahr nach dem Mord an einem 19-Jährigen in Schkeuditz bei Leipzig hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Die Staatsanwaltschaft hat einen 20 Jahre alten Bekannten des Opfers unter anderem wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge angeklagt. Er soll dem 19-Jährigen am 11. Januar diesen Jahres auf einem Feld in den Kopf geschossen haben. Hintergrund sollen laut Staatsanwaltschaft Drogengeschäfte gewesen sein.

Der 20-jährige Deutsche schwieg am Freitag zum Auftakt des Prozesses im Landgericht Leipzig. Sein Verteidiger kündigte jedoch an, dass sein Mandant am 3. August eine Erklärung abgeben wolle.

Laut Staatsanwaltschaft lockte der mutmaßliche Täter den 19-Jährigen unter einem Vorwand auf das Feld. Dort habe er ihm eine Mülltüte über den Kopf gestülpt und ihm ins Gesicht geschossen. Anschließend soll er dem Opfer zwei Sporttaschen mit mehreren Kilogramm Marihuana-Blüten sowie Cannabis-Blüten gestohlen haben. Den Toten soll er im Straßengraben versteckt haben.

Der 19-Jährige war am 12. Januar als vermisst gemeldet worden. Freunde suchten auch mit Handzetteln und Aushängen in Leipzig nach ihm. Ein Polizist sagte im Landgericht aus, dass er als sehr zuverlässig gegolten hatte. Die Ermittler hätten ein schlechtes Bauchgefühl gehabt, als sie sich um den Vermisstenfall kümmerten.

Der 20-Jährige war zunächst als Zeuge vernommen worden. «Was er gesagt hat, erschien nicht glaubhaft», sagte der Ermittlungsführer. Schließlich habe der 20-Jährige die Polizei selbst zu der Leiche geführt. Er sitzt seit 18. Januar in Untersuchungshaft.

Das Landgericht hat für den Prozess noch zahlreiche Verhandlungstermin bis November angesetzt.

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