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Lausitzer Seen: Mehr Sicherheit durch automatisierte Drohnen

Der Koschener Kanal verbindet den Senftenberg See (vorn) mit dem Geierswalder See. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Der Koschener Kanal verbindet den Senftenberg See (vorn) mit dem Geierswalder See. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Vor allem an unbewachten Gewässern geraten Badende und Wassersportler oft in lebensbedrohliche Situationen. Hier zu helfen ist Ziel eines neuen Projekts.

Durch den Einsatz automatisch fliegender Drohnen soll in naher Zukunft am Geierswalder See in Brandenburg und dem Partwitzer See in Sachsen die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern erhöht werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit 2,04 Millionen Euro gefördert, wie die Björn Steiger Stiftung als Projektkoordinatorin am Mittwoch mitteilte. Mit Rettungsdrohnen könnten Menschen in Not meist besser geortet werden als durch Boote oder Rettungsschwimmer, hieß es. Zudem könnten sie auch unbewachte Gewässer absuchen.

Die automatisch agierenden Fluggeräte können den Angaben nach die Standortdaten von Verunglückten erfassen und in Echtzeit an die Einsatzstellen weiterleiten. Sie können dadurch Rettungskräfte schneller zu dem Betroffenen navigieren. Zudem kann dessen Überlebenschance durch den zielgenauen Abwurf von Hilfsmitteln wie selbstauslösende Schwimmkörper bis zum Eintreffen der Rettungskräfte verlängert werden.

Zu weiteren Vorteilen der Geräte zählt, dass sie in der Beschaffung weitaus günstiger als Hubschrauber sind und eine schnellere Reaktionszeit bei gleichzeitig geringeren Einsatzkosten und reduziertem Personalbedarf gewährleisten. Wegen ihrer niedrigen Flughöhe können sie auch bei schlechten Sichtverhältnissen eingesetzt werden. Die Wasserrettung mittels Drohnenunterstützung werde somit ein wertvoller und zugleich auch ergänzender Bestandteil der Rettungskette.

Die Björn Steiger Stiftung wird diesen Angaben nach unter anderem ihre Erfahrung im Bereich Notruftechnik in das Projekt einbringen. Mit der Installation moderner Notruftelefone an Uferabschnitten werde die Notfallprävention gestärkt. Durch Modifikation von bereits installierten Notruftelefonen solle die Infrastruktur zur Steuerung der Drohnen und Datenübertragung direkt mit der Rettungskette verbunden werden. Gemeinsam mit der DLRG hat die Stiftung bereits mehr als 250 neue Notrufsäulen an Gewässern installiert, weitere 200 sollen noch in diesem Jahr aufgestellt werden.

Mit zu den Kooperationspartnern gehören Experten aus den Bereichen Simulation und Bildanalyse von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und der TU Dresden, die für die Planung von Flugbahnen der Drohnen und das Einsatzkonzept zuständig sind. Wissenschaftler der TU Chemnitz tragen gemeinsam mit Unternehmen aus den Anwendungsbereichen Drohnenentwicklung und -steuerung mit der Entwicklung intelligenter Drohnengaragen zu dem Projekt bei.

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