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«Gelbe Engel» im Brandeinsatz in der Sächsischen Schweiz

Freiwillige Feuerwehrleute des Internationalen Katastrophenschutz Deutschland „@fire“. / Foto: Robert Michael/dpa
Freiwillige Feuerwehrleute des Internationalen Katastrophenschutz Deutschland „@fire“. / Foto: Robert Michael/dpa

Im Kampf gegen den Waldbrand in der Sächsischen Schweiz sind auch die «Gelben Engel» der Hilfsorganisation @fire im Einsatz. Markenzeichen der Feuerwehrmänner und -frauen ist die gelbe Schutzkleidung, wie sie auch die Kollegen in den USA tragen. Man sei bereits seit 26. Juli - dem Tag nach Übergreifen des Brandes von der Böhmischen Schweiz auf die Sächsische Schweiz - mit 35 Leuten vor Ort, sagte Vereinssprecher Sebastian Baum am Mittwoch auf Anfrage. Der Einsatz sei noch bis Freitag angesetzt.

Als besondere Herausforderung bei der Brandbekämpfung bezeichnete Baum das Gelände. «Die einzelnen Brandstellen lassen sich nur schwer erreichen. Sie sind auch ziemlich verteilt.» Es gebe viele «Spotfire» und nicht eine große brennende Fläche. «Allein aus der Luft kann man das nicht ablöschen. Die Wasserabwürfe über die Hubschrauber helfen aber sehr, das Feuer einzudämmen. Aber tatsächlich gelöscht werden muss es am Boden. Man muss den Boden umgraben, um an die Brandnester ranzukommen.»

Am Mittwoch rückten die @fire-Leute, darunter mehrere Frauen, bei Temperaturen von 34 Grad Celsius aus. An den Brandstellen ist es natürlich noch viel heißer. Baum zufolge ist die Hilfsorganisation auf wasserarme Brandbekämpfung spezialisiert. Dafür grabe man den Boden mit Spezialwerkzeugen um. Das Ziel bestehe auch darin, sogenannte Haltelinien anzulegen, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können. Per Hubschrauber seien Wasserbehälter eingeflogen worden, an die man die Schläuche anschließen könne. Die Feuerwehr sei aber auch dabei, das Schlauchnetz - das an der öffentlichen Wasserversorgung hänge - weiter aufzubauen.

Der Verein @fire - Internationaler Katastrophenschutz ist eine gemeinnützige, nichtstaatliche Hilfsorganisation, die bei Naturkatastrophen Hilfe leistet. In diesem Jahr hatten die Kameraden auch bei Bränden in Portugal geholfen. Der Verein war 2002 als ehrenamtliches Netzwerk von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehrleuten gegründet worden und hat seinen Sitz in Osnabrück. Nach eigenen Angaben sind derzeit rund 400 Mitglieder aktiv. Vor ihrem Einsatz in der Sächsischen Schweiz hatten sie unter anderem auch bei dem Brand in Falkenberg im Süden Brandenburg geholfen.

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