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Einbruch in Chemnitz: Verdächtiger in Ungarn festgenommen

Eine Polizistin steht vor einem Streifenwagen. / Foto: David Inderlied/dpa/Illustration
Eine Polizistin steht vor einem Streifenwagen. / Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Nach dem Blitzeinbruch mit einem Auto in ein Juweliergeschäft in Chemnitz ist einer der Tatverdächtigen in Ungarn festgenommen worden. DNA-Spuren an einem der Tatfahrzeuge führten die Ermittler zu dem 44-Jährigen, der bereits in polizeilichen Auskunftssystemen erfasst gewesen sei, teilten die Chemnitzer Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Da sein Aufenthaltsort zunächst unbekannt war, wurde er seit 7. Juli mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Kurz darauf sei er festgenommen wurden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Die Einbrecher hatten am Abend des 3. April einen silbernen Mercedes-SUV mehrfach mit Anlauf und Gewalt gegen das Schaufenster des Geschäfts gefahren, bis die Scheibe zu Bruch ging. Dabei blieb der Wagen allerdings auf einem Vorsprung stecken, so dass die vier mutmaßlichen Täter nicht ins Geschäft kamen. Ohne Beute flüchteten sie mit einem anderen Auto.

Der festgenommene Mann habe laut Polizei den Tatwagen in das Schaufenster gelenkt und solle zeitnah nach Deutschland ausgeliefert werden. Er sei für die Polizei kein Unbekannter: So sei er an einem ähnlichen Blitzeinbruch im August 2017 beteiligt gewesen. Das Ermittlungsverfahren gegen den Mann sei in Anbetracht der aktuellen Erkenntnisse von der Staatsanwaltschaft wiedereröffnet worden, hieß es.

An dem Tatwagen wurden auch die Spuren eines weiteren bereits bei der Polizei registrierten 27-Jährigen gefunden. Er soll sich dem Tatort zu Fuß genähert haben. Der Mann werde wie der 44-Jährige mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Auch nach zwei anderen Beteiligten werde weiter gefahndet.

Im Juni gab die Polizei bekannt, dass die Ermittlungen nach Berlin geführt hätten. «Der Kauf des Tatfahrzeugs, der Diebstahl der Kennzeichen und auch die Aktivierung der genutzten Mobiltelefone erfolgten wohl im März/April 22 in Neukölln», hieß es bei Twitter.

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