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Sachsen kartiert Waldbiotope im Dienste des Artenschutzes

Landesforstpräsident Utz Hempfling. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Landesforstpräsident Utz Hempfling. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Sachsen durchforstet seine Wälder nach neuen Biotopen. Die Kartierung ist bereits die dritte ihrer Art und soll zwölf Jahre dauern, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst am Mittwoch bei einem Termin im Waldgebiet Dresdner Heide mitteilte. Am Ende rechnet man mit mehr als 50.000 Waldbiotopen. Darunter verstehen die Experten abgrenzbare Lebensräume wie Buchenwälder, Moore, Sümpfe, Wiesen sowie stehende oder fließende Gewässer. Bisher sind 45.000 Biotope mit einer Gesamtfläche von knapp 58.500 Hektar erfasst. Das sind etwa zwölf Prozent der gesamten Waldfläche im Freistaat.

«Mit der Waldbiotopkartierung leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität in Sachsen», sagte Landesforstpräsident Utz Hempfling. Geschützte oder seltene Tier- und Pflanzenarten könnten ohne ihre Lebensräume nicht überleben: «Wer aber diese besonderen Biotope kennt, kann sie gezielt schützen und pflegen - und damit die Artenvielfalt im Wald erhalten und vermehren.» Es gehe darum, die «Rosinen im Wald zu finden», ergänzte Michael Homann, Referatsleiter für Naturschutz im Wald bei Sachsenforst. Mit der Kartierung seien zugleich Pflegehinweise für die Biotope verbunden.

Die Kartierung bezieht sich auf alle Eigentumsarten des Waldes, die Arbeit selbst wird von Ingenieurbüros vorgenommen. Die bereits bekannten Biotope sollen aktualisiert und neu entstandene erfasst werden. Dabei wird der Zustand eines solchen Biotops nach bestimmten Merkmalen beschrieben. Alle Ergebnisse sollen später im Internet abrufbar sein, Waldeigentümer so bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben unterstützt werden.

Informationen zur Katierung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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