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Mit dem Sommer mehr Müll in öffentlichen Parkanlagen

Nach heißen Tagen und lauen Sommernächten häuft sich in öffentlichen Grünanlagen und Parks der von den Besuchern zurückgelassene Müll. / Foto: Robert Michael/dpa
Nach heißen Tagen und lauen Sommernächten häuft sich in öffentlichen Grünanlagen und Parks der von den Besuchern zurückgelassene Müll. / Foto: Robert Michael/dpa

An heißen Sommertagen suchen viele Menschen Erholung in öffentlichen Parkanlagen. Dabei lassen sie oft auch ihre Abfälle zurück, die von Reinigungsdiensten auf Kosten der Kommunen entsorgt werden müssen.

Verpackungen, Glasflaschen, gebrauchte Einweg-Grills: Nach heißen Tagen und lauen Sommernächten häuft sich in öffentlichen Grünanlagen und Parks der von den Besuchern zurückgelassene Müll. Die Abfälle würden oft einfach liegen gelassen, statt sie zu Hause oder in einem der Müllkörbe zu entsorgen, sagte die Sprecherin der Stadtreinigung Leipzig, Susanne Zohl. Auch aus den anderen beiden größten Städten in Sachsen wird bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur von mehr Müll in Parkanlagen und Grünflächen berichtet.

Der «Trend zur Mediterranisierung» halte an, sagte Zohl. «Die Menschen zieht es in den öffentlichen Raum und das bringt Abfälle mit sich.» Die Stadtreinigung Leipzig habe reagiert und stelle von April bis Oktober in den stark frequentierten Parkanlagen gut sichtbar große orangefarbene Abfallbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1000 Liter auf.

Auch im Großen Garten in Dresden ist in den vergangenen Sommerwochen das Müllaufkommen gestiegen. «Die Besucher hinterlassen leider oftmals Reste von Picknicks, wie Flaschen, Pappe, Papier und Verpackungsmüll von Fast Food - und das leider auch auf den Rasen- und Beetflächen» sagte der Leiter des Gartenbereichs der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten, Claudius Wecke. «Aber auch verrostete alte Fahrräder, Einkaufswagen oder kaputte E-Scooter wurden schon eingesammelt.» Vor allem nach Veranstaltungen im nahe gelegenen Rudolf-Harbig-Stadion oder auf der Freilichtbühne «Junge Garde» steige das Müllaufkommen.

Am Zwinger und auf der Brühlschen Terrasse im Stadtzentrum kommt Wecke zufolge im Sommer ebenfalls mehr Müll zusammen. Zudem würden Papierkörbe abgerissen, Warnbaken der Zwingerbaustelle in den Zwingerteich geworfen oder Bänke beschmiert. Bei andere Parkanlagen wie dem Barockgarten Großsedlitz oder dem Schlosspark Pillnitz müsse Eintritt bezahlt werden. «Deshalb gibt es da ein anderes Bewusstsein für das Gartendenkmal. Probleme mit Müll und Vandalismus sind dort geringer.»

Zu den bei den Dresdnern besonders beliebten Aufenthaltsorten gehören in den Sommermonaten auch der Alaunpark im Szeneviertel Neustadt sowie die Elbwiesen. Auf dem Alaunplatz wurden 21 verschlissene Abfallbehälter durch größere neue ersetzt. Die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 48 000 Euro, hieß es.

Um die Entsorgung der Grill- und Picknickreste an beliebten Treffpunkten wie der Mündung des Flüsschens Prießnitz, am Pavillon an der Albertbrücke oder auch der Pieschener Flutschutzmauer zu vereinfachen, würden jährlich zusätzliche Behälter bereitgestellt, die dort bis Ende Oktober stehen bleiben, hieß es bei der Stadt.

Die öffentlichen Grillplätze an der Elbe und in öffentlichen Grünanlagen können die Menschen gebührenfrei und ohne Anmeldung nutzen. Die Grillplätze an der Elbe sind gepflastert, asphaltiert oder betoniert. Für deren Reinigung wurden 2021 rund 6360 Euro aufgewendet. Von den Elbwiesen würden die Abfälle eingesammelt, die einfach liegen gelassen werden, hieß es bei der Stadt.

Laut Stadt wurden 2021 wurden im gesamten Stadtgebiet 446 Tonnen illegale Ablagerungen eingesammelt und entsorgt. Dafür fielen Kosten in Höhe von rund 353 000 Euro an.

In den Chemnitzer Grünanlagen sammeln sich laut Stadt immer wieder Hausmüll, Essensreste, Verpackungen, Glas- und Kunststoffflaschen, Bioabfälle und Einwegverpackungen. Die öffentlichen Mittel, die zu deren Beseitigung aufgewendet werden müssten, fehlten bei der Pflege der Parkanlagen oder Reparaturmaßnahmen, hieß es. Zwar habe die Stadt in den Parkanlagen etwa 1000 Papierkörbe aufgestellt, die regelmäßig geleert würden. Aber leider seien die wenigen Schritte zu einem manchmal fast leeren Papierkorb einigen Menschen schon zu viel.

Schwerpunkte seien wie in jedem Jahr die Schloßteichanlagen, vor allem aber die Schloßteichinsel und der Konkordiapark. Betroffen seien aber auch andere öffentliche Parks und Grünflächen vor allem an den ausgewiesenen Grillflächen. Oft befinde sich in der Nähe ein Imbiss oder Eisverkauf. Vorgefunden würden unter anderem Einmalgrills, leere Flaschen, Speisereste, manchmal auch Hausmüll und Windeln in Säcken.

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