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Linke fordern Unterstützung bei Erprobung von Pflanzen

Die Linken im Sächsischen Landtag verlangen eine Unterstützung für Landwirte bei der Erprobung von Pflanzen, die mit Trockenheit besser zurechtkommen. Am Freitag schlug die Linksfraktion dazu einen Fonds vor. Der Freistaat solle damit ausgewählte Projekte unterstützen, die den Anbau trockentoleranter sowie alter Sorten und Kulturen in landwirtschaftlich benachteiligten Regionen voranbringen, hieß es.

«Damit die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicher bleibt und gerade kleine landwirtschaftliche Betriebe am Leben bleiben, muss die Staatsregierung jetzt neue Möglichkeiten eröffnen», betonte die Abgeordnete Antonia Mertsching. Vor allem Gebiete mit leichten Sandböden wie etwa in Nord- und Ostsachsen würden unter einem Mangel an Niederschlag leiden. Hinzu kämen neue Krankheiten, Schädlinge und das Risiko der Bodendegeneration.

«Die klimatische Entwicklung macht keine Hoffnung. Landwirte und Landwirtinnen brauchen daher dringend mehr Spielraum beim Einsatz von und Experimentieren mit trockentoleranten Kulturen», sagte die Politikerin. Die regelmäßigeren Trocken- und Hitzeperioden erforderten Anpassungsfähigkeit auch hinsichtlich der Bewässerung und Wasserspeicherung. «Staatliche Dürrehilfen können Liquidität sichern, sie sind aber keine Vorsorge.»

Mertsching zufolge geht es darum, die Innovationsbereitschaft der Landwirte zu bestärken. Gerade eine differenzierte Auswahl geeigneter Kulturen und die Anwendung entsprechender Anbautechniken könnten Kosten und Erträge stabilisieren helfen oder weitere Perspektiven für den Absatz eröffnen. «Deshalb schlagen wir einmalige feste Zuschüsse für Erprobung und Entwicklung vor. Ergebnisse und Erkenntnisse müssen dann dem Freistaat und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.» Obwohl traditionelle Ackerkulturen wie etwa Hafer, Emmer, Einkorn, Linsen oder Hanf, aber auch Quinoa und Lavendel häufig weniger ertragreich seien, steige aktuell ihr Marktwert, argumentierte Mertsching. Allerdings würden solche Kulturen neue Herausforderungen und erheblichen Mehraufwand mit sich bringen. «Insofern erfordert der Anbau spezieller Ackerkulturen neben dem Mut, Neues zu wagen, oft zusätzliches Kapital oder Personal und einen langen Atem.»

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