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Tedesco traut Leipzig viel zu: «Können jedem Gegner weh tun»

Domenico Tedesco, Trainer von RB Leipzig, spricht auf einer Pressekonferenz. / Foto: Sebastian Willnow/dpa
Domenico Tedesco, Trainer von RB Leipzig, spricht auf einer Pressekonferenz. / Foto: Sebastian Willnow/dpa

So optimistisch und voller Vorfreude hat man Domenico Tedesco selten gesehen. Der Cheftrainer von DFB-Pokalsieger RB Leipzig wirkte am Freitag - zwei Tage vor dem Bundesliga-Saisonstart seines Teams beim VfB Stuttgart - völlig entspannt und voller Vertrauen in sein Team sowie die in der Vorbereitung geleistete Arbeit. «Grundsätzlich haben wir eine sehr gute Mannschaft. Wir können jedem Gegner, wirklich jedem, weh tun», sagte Tedesco mit Blick auf die Saison.

Tedesco hat die wohl stärkste Mannschaft zusammen, die RB seit dem Bundesliga-Aufstieg 2016 hatte. Die Neuzugänge Xaver Schlager und David Raum wurden ganz gezielt geholt, womit RB jetzt verschiedene Lösungen für verschiedene Aufgaben hat. Dass Christopher Nkunku gehalten werden konnte und es derzeit auch so aussieht, als wenn Konrad Laimer bei den Leipzigern bleibt, macht die Sachsen zu einem der ersten Anwärter auf die Champions League-Plätze - das vorrangige Ziel.

Viel hängt von einem guten Saisonstart ab. Den hatte RB in der vergangenen Spielzeit nicht. Doch diesmal könnte das anders sein. Gegen den VfB Stuttgart haben die Sachsen noch nie in der Bundesliga verloren, Köln und Union Berlin gehören zu den Teams, gegen die RB als Favorit gehandelt wird. «Es ist die Bundesliga, die höchste Spielklasse. Wir haben es ja erlebt, wie schwierig es ist, gegen diese Mannschaften zu spielen. Wenn man sich die Liga anschaut, auch die Aufsteiger, da gibt es keine Mannschaft, wo man sagen könnte: Die ist nicht so stark. Alle Kader sind wettbewerbsfähig. Da entscheiden dann Nuancen. Wir wollen in jedes Spiel mit Zuversicht und Spielfreude gehen und eine hohe Intensität abspulen», sagte der Trainer.

In Stuttgart hat Tedesco nahezu seinen kompletten Kader zur Verfügung. Aus dem derzeitigen Aufgebot fehlen lediglich die verletzten Yussuf Poulsen und Ilaix Moriba. Der in dieser Woche verpflichtete Nationalspieler David Raum dürfte in der Startelf stehen. «Er hatte ja vor seinem Wechsel die Vorbereitung in Hoffenheim absolviert und ist sehr gut in Form», sagte Tedesco.

Aus den Niederlagen gegen Liverpool und Bayern mit insgesamt zehn Gegentoren habe man viele Erkenntnisse gezogen, sagte Tedesco. Kevin Kampl sah die Misserfolge als lehrreich. «Es ist auch mal gut, aufgezeigt zu bekommen: Wenn du nicht alles zu einhundert Prozent auf den Platz bringst, gibt es Mannschaften, die das bestrafen. Gegen Bayern haben wir die Intensität und den Zugriff in der ersten Halbzeit nicht auf den Platz bekommen, in der zweiten Hälfte war es dann schon viel besser», sagte Kampl im Interview der «Leipziger Volkszeitung» (Freitag).

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