Schon vor dem sächsischen Fußball-Pokalfinale sind die Gemüter erhitzt. Dabei geht es beim Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine Chemnitzer FC und der BSG Chemie Leipzig am Samstag in Chemnitz (16.15 Uhr/ARD, MDR) weniger um sportliche Belange. Zusätzliche Brisanz erhielt die Partie aufgrund der Ticketsituation. Im Vergleich zu den anderen Landesverbänden trägt Sachsen sein Endspiel nicht an einem neutralen Ort aus. So hat der CFC als Heimverein auch das Hausrecht. Dass die Leipziger im Zuge dessen für das Finale in dem für 15 000 Zuschauer zugelassen Stadion an der Gellertstraße lediglich 1800 Plätze für ihre Fans gestellt bekommen haben, sorgte für Unmut bei den Gästen.
Die Himmelblauen blieben allerdings standhaft und verwiesen auf Sicherheitsbedenken, die nicht zuletzt aufgrund der vorangegangenen Leutzscher Fanausschreitungen beim Derby gegen Lok Leipzig verstärkt wurden. Der Konflikt wiegelte sich sowohl zwischen den Vereinen als auch innerhalb der Anhängerschaft hoch, so dass von einer konfusen Lage auf den Zuschauerrängen bei dem Endspiel ausgegangen werden kann.