Emil Forsberg hat die Bundesliga vor drei Jahren im Sturm erobert. Mit Neuling RB Leipzig spielte der schwedische Fußball-Nationalspieler eine herausragende Saison und stellte mit 22 Torvorlagen den Rekord der Liga ein. Forsberg war das Herz der Leipziger Offensive, führte elegant Regie - und spielt seitdem nur noch eine Nebenrolle.
Denn weil sein Körper immer wieder streikte, verpasste Forsberg allein in der Bundesliga in den vergangenen beiden Saisons 27 Spiele. Wenn RB am Sonntag (15.30 Uhr) in Osnabrück um den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals spielt, wird der Name Forsberg nicht in der Startaufstellung auftauchen.
«Mal trainiert er, mal trainiert er nicht. Mal spielt er, mal spielt er nicht. Er hat immer wieder unterschiedliche Probleme», sagte Trainer Julian Nagelsmann. Dieses Mal schmerzt die Achillessehne und der Übergang zur Wade. Nach jedem Training hatte Forsberg einen Belastungsreiz, musste die Intensität herunterfahren.
«Von über 30 Einheiten», rechnet Nagelsmann vor, «hat er vielleicht acht oder neun absolviert. Es ist aktuell schwierig, weil wir ihn aufbauen und an die Belastung gewöhnen müssen.» Da Forsberg maximal 70 Minuten pro Tag trainiert, fehlt als Konsequenz die Luft für ein ganzes Spiel.