Für die Drecksarbeit war sich Rekordeinkauf Dani Olmo nicht zu schade. Nach seinem ersten Training bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig schleppte das für 20 Millionen Euro von Dinamo Zagreb verpflichtete Top-Talent die Freistoß-Dummys selbst vom Platz. Der Mann kann trotz schmächtiger Schultern anpacken und hat offenbar einen tadellosen Charakter. «Als der Transfer auf der Zielgeraden war, gab es turbulente Aktionen. Doch Dani hatte sich für uns entschieden und hielt Wort», sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche.
Neben allerlei internationalen Offerten sollen sich dem Vernehmen nach die Bundesliga-Konkurrenten aus Dortmund und Bayern darin versucht haben, Leipzig den U21-Europameister noch wegzuschnappen. «Ich hatte Markus mein Wort gegeben», betonte auch Olmo und schob eine weitere Begründung hinterher: «Wie hier mit jungen Spielern gearbeitet wird, hat mich überzeugt. Leipzig passt am besten zu meinem Karriereplan.»
Dass Olmo tatsächlich einen Plan hat, muss man ihm abnehmen. Warum hätte er sonst vor mehr als fünf Jahren aus Barcelonas berühmter Akademie La Masia nach Zagreb wechseln sollen? Es kursieren diverse Geschichten über das warum und wieso. So richtig mit der Sprache rausrücken wollte Olmo am Montag allerdings nicht. Sei es drum, schließlich hat der heute 21-Jährige rückblickend alles richtig gemacht und ist nun in der Bundesliga gelandet.