Freundlich und geduldig stand Malaika Mihambo gut 45 Minuten vor der Haupttribüne, schrieb Autogramme und lächelte bei den Selfies mit ihren Fans. Mit 6,66 Metern gewann die Weitsprung-Olympiasiegerin das 25. Anhalt-Meeting und stellte ihre Jahresbestleistung auf. Trotz verzögertem Saisonbeginn, der durch eine Erkältung entstanden ist, sieht sie sich auf einem guten Weg. «Klar, den Trainingsausfall merkt man noch. Heute bin ich durch technische Fehler unter meinen Möglichkeiten geblieben», sagte die 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.
Zugleich gab die zweifache Weltmeisterin Entwarnung: «Ich bin auf jeden Fall wieder fit. Es ist aber schon etwas schwierig. Es ist besser, krank zu werden, wenn man schon bei hundert Prozent war. Wenn man im Aufbau krank war, wirft einen das eben weiter zurück», erklärte Mihambo. Auf die WM in Budapest vom 19. bis 27. August blickt sie zuversichtlich. «Bis dahin wird wieder alles im Zeitplan sein».
Und dann ist noch das Gesetz der (Mihambo-)Serie. Bisher hat die Athletin von der LG Kurpfalz nach jedem Sieg beim Dessauer Anhalt-Meeting auch einen internationalen Titel geholt, was als gutes Omen gewertet werden kann. «Ich nehme das einfach als gutes Gefühl mit, aber konzentriere mich auf das, was in meiner Hand liegt. Ich möchte noch ein paar Dinge erreichen und bin sehr zuversichtlich, dass mir das gelingt», sagte Mihambo und ergänzte: «Ich habe schon so viel Tolles erreicht, dass es nicht sein muss. Ich freue mich, wenn es noch einmal passieren würde, aber ich versuche es locker zu sehen.»