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Berliner Derby: Heine versteht Ost-West-Rivalität nicht

28.10.2019 von

Foto: Der frühere Union-Profi und Hertha-Trainer Karsten Heine steht am Spielfeldrand. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der frühere Union-Profi und Hertha-Trainer Karsten Heine kann der vermeintlichen Ost-West-Rivalität der beiden Fußball-Bundesligisten nichts abgewinnen. «Ich bin überrascht, dass das in diesem Maße noch eine Rolle spielt», sagte Heine vor dem historischen Derby der beiden Berliner Clubs am Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Stadion An der Alten Försterei dem «Kicker». «Wie viele der Fans haben die Wendezeit denn miterlebt? Viele von denen waren damals vielleicht fünf Jahre alt oder noch gar nicht auf der Welt. Klar, der eine ist ein West-, der andere ein Ost-Verein. Aber ich sehe das mit Ost und West überhaupt nicht so.»

Heine war als Spieler etliche Jahre für Union aktiv, als Trainer aber vor allem für die Hertha. Die Rivalität zwischen beiden Vereinen sei «absolut okay», sagte er. «Dass sie Anfang der 90er Jahre noch nicht so zu spüren war, lag vielleicht auch daran, dass Union damals sportlich noch recht klein war. Das Wort Hass ist mir zu groß. Frotzeleien, auch Rivalität sind in Ordnung. Warum man sich emotional nach der Verbundenheit vor der Wende so voneinander entfernt hat, darauf kann mir bis heute keiner eine richtige Antwort geben.»

Hertha hatte vor der Saison bei der Deutschen Fußball Liga beantragt, das erste Bundesliga-Duell beider Clubs zum 30. Jubiläum des Mauerfalls am 9. November auszutragen. Union hatte das vehement abgelehnt.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Der frühere Union-Profi und Hertha-Trainer Karsten Heine steht am Spielfeldrand. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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