Wie in den meisten deutschen Bundesländern sind auch in Sachsen im vergangenen Jahr weniger Kinder geboren worden als 2019. Die Zahl sank von 34 491 auf 33 383 Geburten, wie aus am Freitag mitgeteilten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Auf eine Frau kamen demnach 1,54 Kinder (zuvor 1,56). Erstmals seit 2008 sei die Geburtenziffer in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) unter das Niveau im Westen gesunken (1,54 im Osten, 1,55 im Westen).
Nachdem die Geburtenziffer im Osten nach der Wiedervereinigung deutlich abgenommen habe, sei sie ab Mitte der 1990er Jahre bis 2016 fast kontinuierlich gestiegen, erklärten die Statistiker. Das Niveau im Westen habe sie im Jahr 2008 überschritten. Seit 2016 habe die Geburtenziffer zwar deutschlandweit abgenommen, im Osten sei der Rückgang aber stärker gewesen als im Westen.
Weiterhin hieß es, das durchschnittliche Alter der Mütter in Sachsen sei von 31,3 Jahren auf 31,5 im Jahr 2020 gestiegen. Hier lag der bundesweite Schnitt in dem Jahr bei 31,6.